Kundgebung gegen rechten Aufmarsch
19. November 2004
Am 20. November ziehen erneut Rechtsextremisten
durch Lichtenberg. Sie werden versuchen, die Gedenkdemonstration
der Berliner Antifaschistischen Aktion für den 1992 verstorbenen
Sylvio Meier zu stören.
Die Bezirksbürgermeisterin Christina Emrich ruft in einer
Pressemitteilung zu einer Kundgebung gegen die Genehmigung
des rechten Aufmarsches auf.

Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Pressemitteilung
19. November 2004
Protest gegen rechten Aufmarsch in Lichtenberg
Bezirksbürgermeisterin ruft zur Kundgebung auf dem
dem Tuchollaplatz auf
Lichtenbergs Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich
protestiert gegen die Genehmigung des rechtsextremistischen
Aufmarsches, der am 20. November zum wiederholten mal durch
den Bezirk Lichtenberg führt und die Gedenkdemonstration
der Berliner Antifaschistischen Aktion für den 1992 von
Rechtsextremisten ermordeten Jugendlichen Silvio Meier stören
soll.
Lichtenberger Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen,
gegen rechtsextremistische Aufmärsche in ihrem Bezirk
Gesicht zu zeigen und sich dem zivilen Protest auf einer Kundgebung
am
Sonnabend, dem 20. November 2004, 14 Uhr
auf dem Tuchollaplatz
anzuschließen.
Die Genehmigung des rechtsextremistischen Aufmarsches am 20.
November durch die Berliner Polizei verfestigt Vorurteile,
Lichtenberg sei ein Hort des Rechtsextremismus. In den vergangenen
Jahren haben viele Initiativen, Vereine, Bürger und das
Bezirksamt durch Informationen und Aktionen diesen Vorurteilen
entgegen gewirkt und zivilen Protest gegen Rechtsextremismus
organisiert. Eine Vielzahl von Projekten in Lichtenberg engagiert
sich für mehr Demokratie und Toleranz und arbeitet an
der Etablierung einer Gegenkultur zu Rechtsextremismus und
Fremdenfeindlichkeit.
Die Kooperation zwischen Bezirksamt und zivilgesellschaftlichen
Initiativen auf der Basis des "Lokalen Aktionsplanes
für Demokratie und Toleranz - Gegen Rechtsextremismus,
Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" zielt auf den
zivilgesellschaftlichen Protest gegen Rechts, die Entwicklung
einer demokratischen Jugendkultur, die Stärkung der demokratischen
Kultur im öffentlichen Raum und gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit.
Es gibt eine breite gesellschaftliche Zusammenarbeit für
ein tolerantes Lichtenberg.
Quelle: www.berlin.de/ba-lichtenberg/presse
/archiv/20041119.1130.22495.html

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