victoriastadt.de
KIEZ
Aktuelles
Gebiet
Kiezleben
Geschichte
Betroffenenvertretung
PROJEKTE
Bauen und Umfeld
Kunst und Kultur
Arbeit und Soziales
Förderprgramme
SERVICE
Branchenbuch
Marktplatz
Adressbuch
Terminkalender
Startseite
   
 
   
   
   
 
   
   
   
Stuckelement in der Pfarrstraße
das web-portal für den kiez
 
 
zurück zur Übersicht

„Elefantenrunde“ in Sachen Pendelsäulen:

27.Januar 2004

Am 14.Januar trafen sich Mitglieder der Initiative zum Erhalt der Pendelsäulen mit Vertretern der Fachbehörden und einer Vertreterin der Bahn AG. Der erste Meinungsaustausch sollte die Rahmenbedingen für die weitere Arbeit der Initiative ausloten.

Noch kein Standort in Sicht

Nein, einen Standort für die Säulen gibt es noch nicht. Kein Vorschlag, bei dem nicht eine der anwesenden Fachbehörden Vorbehalte hatte.

Am schwierigsten erscheint zur Zeit das Aufstellen der Säulen im Bereich der Gehwege. Wie Herr Gräulich vom Tiefbauamt betonte, könne ein Aufstellen der Säulen von vornherein nur im Bereich der Gehwegunterstreifen ( dies ist der Bereich zwischen Gehweg und Straße ) in Betracht kommen. In jedem Fall müsse aber die Verkehrssicherheit gewährleistet sein. Genau dies sei aber gerade in diesem Bereich problematisch, da hier die Gefahr einer Kollision bestehen würde. Das Tiefbauamt würde wegen dieses nicht ausschließbaren Gefahrenpotentials auch keine Verantwortung für die Pendelsäulen übernehmen.

Die Frage, die offen blieb: Kann es aus Sicht des Tiefbauamtes bei dieser Argumentation überhaupt einen Standort im Bereich der Gehwege geben?
Sollte dies nicht der Fall sein, kämen von vornherein nur Standorte im Grünflächenbereich in Frage.

Aber auch dies erscheint nicht so einfach möglich. Bezüglich eines Standortes innerhalb der Grünfläche Stadthaus-, Ecke Türrschmidstraße hatten Frau Will und Herr Heinecke vom Amt für Umwelt und Natur ihre Bedenken. Sie betonten, dass diese Fläche erst im Jahr 2000 mit Hilfe öffentlicher Fördermittel gestaltet wurde und gewissen Bindungsfristen unterliege. Man könne zum jetzigen Zeitpunkt keine „wesentlichen Veränderungen“ an der Fläche vornehmen und müsse prüfen, wie sich das Aufstellen der Säulen auf die gegenwärtige Gestaltung der Fläche auswirken würde.

Ein Lichtblick für die Initiative: Es gibt immerhin einen Standort innerhalb der Grünfläche, der den Behördenvertretern vom Amt für Umwelt und Natur grundsätzlich möglich erscheint: der bislang ungestaltete Bereich nahe der Kreuzung Stadthaus-, Türrschmidtstraße . Geklärt werden müsste allerdings, wann die dort zur Zeit stattfindenden Maßnahmen zur Bodenreinigung abgeschlossen sein werden. Gegen diesen Standort dürfte auch das Tiefbauamt keine Bedenken haben.

Auch der mögliche Standort im Bereich des Zugangsbereichs zur S-Bahn-Station begegnete Vorbehalten. Frau Spieweck von der Sanierungsverwaltungsstelle betonte, dass aus denkmalpflegerischer Sicht eine Sichtbeziehung zum Stadthaus gewahrt werden soll.
Ein weiters Problem : Eigentümer des Grundstücks ist nicht das Land Berlin, sondern die Bahn. Und die hat schon ihre eigenen Pläne. Laut Frau Hartmann von der Bahn AG gibt es bei der Bahn bereits Überlegungen zur Neugestaltung des Zugangsbereichs zum Bahnhof. Unklar war zum Besprechungstermin, wie weit die Pläne der Bahn gediehen sind.

Die Standortsuche gestaltet sich also nicht so einfach. Ein Favorit lässt sich momentan noch nicht ausmachen...

zum Seitenanfang

Unterhaltung der Säulen nicht geklärt

Die Standortfrage ist nicht das einzige Problem. Welche Unterhaltskosten können entstehen? Ist nur mit Korrosionsschutzanstrichen zu rechnen, oder werden noch weitere Kosten anfallen. Denkbar wären Reinigungskosten oder Reparaturkosten. Der Denkmalexperte Herr Föhse von der bic GmbH ging jedenfalls davon aus, dass lediglich Korrosionsschutzanstriche in großen Zeitabständen nötig würden.

Unklar ist auch, wer die entstehenden Kosten übernehmen würde.
Die angesprochenen Ämter des Bezirksamtes Lichtenberg können derzeit wegen der angespannten Haushaltslage keine finanziellen Mittel bereit stellen. Auch von der Bahn AG gibt es momentan keine verbindlichen Zusagen.

Bei der nächsten Runde am 24. Februar soll zunächst versucht werden, zusammen mit den zuständigen Behörden einen grundsätzlichen Konsens zum eventuellen Aufstellungsort und vielleicht auch schon zu einigen Fragen der Gestaltung zu finden.

Weitere Informationen zum Thema Pendelsäulen finden Sie in der Rubrik PROJEKTE Kunst & Kultur.



zum Seitenanfang
zurück zur Übersicht
zur Druckversion




historische Leuchte am Tuchollaplatz